Co-Living - Neuer Trend bei Immobilien?

Co-Living - ein neues Modell am Immobilien-Horizont?

 

Nicht mehr finanzierbare Immobilien 

Stark steigende Immobilienpreise in Großstädten wie London, New York, Berlin oder Wien machen Wohnen immer schwieriger leistbar. Ein Immobilienkauf rückt - trotz extrem niedriger Zinsen - für die meisten in unerreichbare Ferne. Und auch Mieten werden durch die stärkere Urbanisierung und den Zuzug in die Metropolen künftig wohl eher nicht günstiger werden. So mancher Gesetzgeber versucht etwa mit Mietpreisregulierung oder Leerstandsbesteuerung - meist wenig erfolgreich - dagegen zu halten.

 
 
Co-Living Room

Co-Living: Kleinzimmer + geteilter Luxus

Statt in kleinen Wohnungen lebt man bei "Co-Living" auf 12 bis 15 Quadratmeter kleinen Zimmern, in denen meist nur Bett, Schreibtisch und Dusche untergebracht sind.

Co-Living Cafe

 

 

Es ist die jedoch die großzügige, oft attraktiver Ausstattung der Gemeinschaftsflächen außerhalb des eigenen Zimmers, was Co-Living für viele attraktiv macht: Restaurant, Lounge-Area, Büroflächen, Fitnesscenter, Bibliothek, Dach-Terrassen, Wellness-Oase, Event-Location oder Kino sind in einer All-in-Pauschalmiete von etwa 1.000 bis 3.000 EUR ebenso inkludiert wie Breitband-Internet, Concierge-Service, Zimmerreinigung und sonstige Betriebskosten.

 
Co-Living Hipster

Vom Hippie zum Hipster

Für vor allem jüngere Menschen wird Co-Living ein attraktives Wohnkonzept sein. Es soll den hohen Ansprüchen einer jungen Generation an "Professionals" gerecht werden, die mit Gleichgesinnten in angenehmer Wohlfühl-Umgebung und modernster Ausstattung wohnen wollen. Hatte man sich früher für eine Wohngemeinschaft seine Mitbewohner suchen (und sich mit ihnen zusammenraufen) müssen, bietet Co-Living zahlreiche Annehmlichkeiten, dazu flexible Mietdauer, ohne Makler und vor allem die Möglichkeit, in einer hippen Metropole ebenso wohnen zu können.


Aus Sicht eines Investors

Viele auf Immobilien-Investments spezialisierte Assetmanager halten Co-Living für einen der zukunftsträchtigsten Wohntrends, aus folgenden Überlegungen:

  • Es ist eine Nachfrage von Wohnungssuchenden künftig zu erwarten,  die in einer Großstadt angenehm leben wollen.
  • Die Miet-Renditen sind offenbar deutlich höher als bei klassischen Mietwohnungen - durch die hohen Quadratmeter-Preise der Zimmer und der auf eine große Mieterzahl umlegbaren Gemeinschaftsflächen.
  • Gesammelte Daten (auch von Kameras) und das daraus Gelernte fließen in die nächsten Bauprojekte ein und verfeinern das Co-Living-Konzept ständig weiter; wie etwa durch eine Auswahl an verschiedenen (und größeren) Zimmerflächen oder einer optimierten Gebäudeaufteilung.
 

Beispiele für Co-Living

 

The Collective Old Oak in London

Das derzeit größte, mit 11 Stockwerken und auf über 500 Personen ausgelegte Co-Living Gebäude befindet sich im Nordwesten Londons. Bei einer Monatsmiete von bis zu 1.300 EUR hat es eine Auslastung von 97%

www.thecollective.co.uk/coliving

 
(c) www.goquarters.com

(c) www.goquarters.com

GoQuarters

  • Standorte Berlin und New York
  • Zimmergrößen ab 10 m2
  • Monatsmiete ab ca. 540 EUR

www.goquarters.com

 

Ollie

  • Standorte in New York City, Pittsburgh, Los Angeles, Jersey City, Boston
  • Monatsmiete ab ca. 2.800 USD

www.ollie.co

(c) www.ollie.co

(c) www.ollie.co

 
(c) welive.com

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welive

  • Standorte in New York City und Washington, DC
  • Monatsmiete ab ca. 3.000 USD

www.welive.com